Abschied

Abschied ohne Abschied

Abschied

Ich habe von RT Deutsch ein Interview (https://youtu.be/tu8anD5t73E) mit dem Pfarrer / Seelsorger Thomas Dietz gesehen:
In diesem Video wird u.a. von einem Ehepaar (ab 23:23 min) berichtet, das über 60 Jahre zusammenlebte und sich nicht voneinander verabschieden konnte, auf Grund der Corona-Maßnahmen.

Ich versuche, es mir vorzustellen: 60 Jahre war dieses Paar mit einander verbunden, länger als so manches Menschenleben… Und am Ende dieser so langen gemeinsamen Zeit verwehrt man diesem Paar den Abschied voneinander, wegen der Ansteckungsgefahr! Ich wünsche niemanden so sterben zu müssen bzw. als Hinterbliebener DAS erleben zu müssen.

Was gibt uns „Jungen“ das Recht so mit den alten Menschen umzugehen, hinzunehmen und mitzumachen, sie zu isolieren und bevormunden mit dem Vorwand sie zu „beschützen“ (vor dem Virus)!? Nichts wird hinterfragt. Diese alten Menschen haben über 40, 50, 60 Jahre gearbeitet,
waren gestandene Persönlichkeiten, haben vielleicht kleine, große Betriebe, Geschäfte geleitet oder waren Ärzte, Lehrer, Arbeiter oder einfach nur liebe Nachbarn, alleinerziehende Mütter. Diese Alten haben uns in die Welt gesetzt, haben uns den Hintern abgewischt, dafür gesorgt, dass täglich Brot auf den Tisch kam, uns behütet, uns geliebt, uns moralische Werte beigebracht.
Nun werden Dieselben weggesperrt, isoliert und den Enkeln Schuldgefühle einpflanzt, damit sie nicht ihre (Ur-)Großeltern besuchen.

Die Maske bei Kindern

Wenn ich die Mütter mit den maskierten(!) Kindern sehe, tut es mir in der Seele weh. Ich möchte schreien: „Seht ihr denn nicht, was hier mit uns passiert und was mit unseren Kindern gemacht wird? Wir müssen doch unsere Kinder beschützen!”
Es macht mich so hilflos und wütend und traurig… Ich heule, weil ich diese Situation nur schlecht aushalten kann.
Ich war immer ein Mitläufer, habe mich gerne in der Masse versteckt.
Doch was hier mit den Alten, den Kindern und überhaupt passiert, kann ich nicht ertragen. Ich habe auch Angst! Doch ich möchte mir nicht irgendwann von meinen Kindern sagen lassen: „Und Du, was hast Du dagegen getan? – Nichts!“
Ich weiß noch nicht was ICH dagegen tun kann, aber ich will es herausfinden!

Yvonne L.