Berührung

Berührung

Ohne Berührung können wir Menschen nicht leben. Berührung, Körperkontakt, Umarmungen sind ein Grundbedürfnis ein Leben lang.
Ebenso ist emotionale Berührung so lebensnotwendig, wie die Luft zum Atmen. Sich emotional berühren zu lassen, ist ein grundlegendes Kennzeichen unserer Menschlichkeit.

Nicht erst in diesem Jahr ist die Tendenz zu einem “Abgestumpftsein” in den Menschen zu finden, durch das Überfluten mit Nachrichten und Bildern von Krieg, Terror, hungernden Kindern und Misshandlungen. Manche halten es nicht aus und verbannen Nachrichten und Fernsehen aus dem Alltag. Andere setzen bei den Nachrichten genüßlich ihr Abendbrot fort.
“Weit weg.”, “Nicht bei uns.”, “Kann ich nicht hinschauen.” oder “Betrifft mich nicht” – Damit legen wir die Nachrichten beiseite.

Nun kommt das “sozial distancing” dazu. Und es heißt bewusst nicht “physical distancing”. Eigentlich müssen ja nur die “Körper” Abstand halten. Nein, wir sollen auf SOZIALE DISTANZ gehen. Wie unmenschlich!

Soziale Distanz heißt auch wegschauen, sich nicht berühren lassen, Kontakte abbrechen und für viele Menschen EINSAMKEIT. Hinter dem “social distancing” verschwindet unsere Lebensfreude, unsere Lebendigkeit, ja unser Leben.

Inzwischen kennen wir viel mehr Menschen und Geschichten, die unter den Corona-Massnahmen leiden, als an dem Virus infiziert, geschweige denn erkrankt sind.

Diesen Geschichten wollen wir hier Raum geben, um sich berühren zu lassen. Berührung ist Lebendigkeit. Gerade “unangenehme” Geschichten können uns berühren, damit wir zu einer Entscheidung in uns finden. Um eine Sichtweise zu überdenken und andere Stimmen zuzulassen.

Ebenso lassen wir auch Menschen zu Wort kommen, die herzliche Begegnungen und Berührungen erfahren haben, um unser Herz zu nähren und zu wärmen. Mit einem gestärkten Herzen und wahrhaft inneren Frieden können wir “anderen Meinungen und Gedanken” entgegentreten, sie zulassen, annehmen und heilen.